Weekday Weekend 2. Woche

Menü Plan 2

Unglaublich wie die Zeit auch im 2018 wieder so an einem vorbeirast. Die zweite Woche Weekday Weekend Challenge ist bereits um. Langsam aber sicher haben wir uns an die neue Ernährungsweise gewöhnt. Die physische und psychische Verfassung ist wunderbar. Zu Beginn der Woche spielte die Verdauung ein wenig verrückt, wohl durch die erneute Umstellung von Milchprodukten und Fleischkonsum während des Wochenendes auf vegan durch die Woche. Auch der Speiseplan hat sich normalisiert und ist auch nicht mehr so ausgefallen wie letzte Woche. Da kam schon mal einfach nur eine simple Ofenkartoffel mit etwas Schnittsalat auf den Tisch und das wars.

Bezüglich der Erkenntnisse, die ich letzte Woche mit euch geteilt habe, gibt es ein paar Updates. Und zwar durchaus positive für die zuckerfreien Individuen unter uns.       Habe doch noch einen Naturjoghurt ohne jeglichen Zucker gefunden und zwar von Alpro. Meine Aussagen bezüglich Milchersatzprodukte muss ich revidieren, da war ich wohl ein wenig voreilig *schäm*. Hab die Inhaltsstoffe nochmals angeschaut und ja sie enthalten Zucker, dieser fällt jedoch natürlich bei der Produktion an und es handelt sich nicht um einen extra Zusatz. Kokosnussmilch, Sojamilch, Reismilch, all dies kann also doch konsumiert werden. Juhuuuuu! Sicherheitshalber empfehle ich trotzdem zu prüfen, ob nicht doch extra gesüsst wurde. Scheint zum Beispiel bei Mandelmilch manchmal der Fall zu sein. Dort zu der ungesüssten Variante greifen.                             Auch was die Saucen enthält habe ich gute Nachrichten. Sojasauce enthält zwar Zucker, jedoch ebenfalls von natürlicher Art. Dann habe ich noch eine zuckerfreie, mexikanische Chilisauce, namens Cholula, gefunden. Unsere geliebte Currypaste ist jedoch unter der Woche gestrichen, die enthält nämlich Rohrzucker. Falls ihr aus der Schweiz seit und gerne wissen möchtet, welche Produkte sich für eine zuckerfreie Ernährung oder die Weekday Weekend Challenge eignen, schreibt mir eine Nachricht (Email findet ihr unter den Kontaktdaten).

Nun zu unserem Ess-Tagebuch von letzter Woche.

Montag:

Wie ihr bereits wisst, gibt es bei uns öfters mal eine Granola Bowl. Ist halt bequem, schnell und einfach. Letzten Montag haben wir diese mit frischen Kaki, gefrorenen Heidelbeeren und Apfelmusresten vom Sonntag abgeschmeckt (gelb/weiss, orange, blau & braun). Das Rezept für das Granola findet ihr hier. Mit der Bequemlichkeit ging es gleich weiter, denn unser Menü vom vorigen Tag habe ich einfach nochmals in veganer Variante mit Kartoffelpüree serviert. Gereicht hats fürs Mittag- und Abendessen (rot, grün, gelb, weiss & braun). Lag wohl auch daran, dass mein Schatz und ich den ganzen Tag über scharfe Kale Chips in uns hineingestopft haben (violett). Die Dinger sind unglaublich köstlich und machen süchtig.

Dienstag:

Am Dienstag war Zahnarzt angesagt, weshalb ich früh raus musste. Darum habe ich am Abend zuvor einen leckeren Bananen Schokoladen Chia-Pudding vorbereitet (weiss, braun & blau). Der kam über Nacht in den Kühlschrank und wurde am nächsten Tag mit gefroreren Heidelbeeren & Kaki gereicht (blau & orange). Auf dem Weg nach Hause habe ich mir noch einen veganen Kurkuma-Latte bei Tibits besorgt (gelb). Zu Mittag gabs eine leichte vegane Tomatencremesuppe, anstatt Rahm habe ich Sojacreme verwendet (rot). Die enthält zwar Zucker, aber ich hatte sie noch im Kühlschrank und weggschmeissen ist nicht unsere Philosophie. Zum Abschluss des Tages begaben wir uns kulinarisch nach Indie mit einem Masala Linsen Auflauf mit Rotkohl und Wirz (rot, grün, violett & weiss). Um das ganze ein wenig aufzupeppen gabs geröstete Mandelblättchen und ein paar Spritzer Tomatensuppe vom Mittagessen dazu. Die indische Küche ist übrigens eine super Fundgrube für vegane Rezepte.

Mittwoch:

Zum Frühstück kam mal wieder unser neuer Mixer zum Zuge, um eine leckere Smoothie Bowl aus gefrorenen Heidelbeeren zu zaubern (blau, weiss & orange). Restverwertung war zu Mittag angesagt, da gabs nämlich nochmals Tomatensuppe (rot). Abends bewies mein Ehemann mal wieder seine Kochkünste mit einer super leckeren, scharfen Kichererbsenpfanne gespickt mit frischen Karotten, Pfälzer Rüben und Erbsen (gelb, grün, orange & violett). Über den Tag verteilt gabs Baumnüsse, danach bin ich momentan echt süchtig (braun).

Donnerstag:

An diesem Tag hatte ich verschlafen und da ein Grosseinkauf geplant war, musste es morgens schnell gehen. So assen wir lediglich Äpfel & Kakis zum Frühstück (weiss, rot & orange). Nach dem Shopping kochten wir dafür was richtiges und zwar Dinkel-Muschelpasta mit Cima di rapa, Champignons und Heidelbeeren (grün, weiss & blau). Aufgrund des gross ausgefallenen Lunches, entschieden wir uns am Abend lediglich für einen Regenbogensalat und im Ofen gebackene Süsskartoffeln (gelb, orange, rot, grün & violett). Und mit ein wenig Chilisauce kann man schliesslich alles aufpeppen.

Freitag:

Freitags war Brotbacken angesagt. Auf dem Plan stand ein Weinbeeren-Brotring aus Ruchmehl (schwarz = blau). Als Aufstrich wählten wir einen veganen Schokoladenaufstrich nach dem Rezept von MrsFlury (braun). Zum Lunch waren wir bei einer Freundin eingeladen. Davon habe ich erstens kein Foto gemacht und zweitens nicht vegan gegessen. Ich fand Extrawünsche ein wenig unangebracht. Sie hat jedoch ganz lecker vegetarisch gekocht. Und zwar jeweils zwei Indische Gerichte. Eines mit Bohnen und Tomaten, das andere mit Auberginen und dazu hat sie einen Chicorée-Salat mit Mandarinen gereicht (gelb, orange, rot, violett & weiss). Das Nachtessen fand schon wieder auswärts statt. Einmal im Monat wird in der Villa Bernau eritreisch gekocht. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, da vegan und all you can eat. Oben seht ihr ein eher schlecht als rechtes Bild von unserem Essen (gelb, orange & grün).

Samstag:

Samstag war noch Brot und Aufstrich vom Freitag übrig. Das haben wir mit ein paar frischen Blutorangen, Kaki & Äpfeln gegessen (orange, rot, schwarz = blau, weiss & braun). Da wir zum Abendessen Gäste hatten und ein eher deftiges Gericht geplant war, bereiteten wir mittags nur einen leichten Rotkohl-Portulak-Salat mit Ei zu (grün & violett). Das Abendessen bestand aus einem Rindsgulasch mit Knödeln & Marronen und Salat (gelb, orange, weiss & braun). Das Rezept für das Gulasch stammt aus dem Kochbuch “So viele Rezepte hat das Jahr”.

Sonntag:

An diesem Morgen wurde ich so richtig verwöhnt. Mein Mann hat nämlich das Frühstück vorbereitet. Es gab ein typisches Gericht aus Tansania, seinem Heimatland, und zwar Chapati. Die Chapatis hat er mit frischem Gemüse – Karotten, Portulak & Rotkohl- gefüllt (orange, grün & violett). Nach der ersten morgendlichen Trägheit kam auch ich in die Gänge und habe einen Knoblauch-Käse-Pizzaring gebacken (weiss). Dazu gabs eine vegane Avocadocreme (grün, Rezept von Dr. Oetker). Das hat dann auch für den ganzen Tag gereicht, weshalb nicht noch extra ein Mittagessen gekocht wurde. Dieser Pizzaring ist übrigens unser neuer Favorit, weil der einfach unglaublich gut war. Abends gabs dann eine unspektakuläre Hühnersuppe mit Lauch und gemischtem Salat (grün, weiss, gelb & rot). Das Rezept hierzu stammte erneut aus dem Kochbuch “So viele Rezepte hat das Jahr”.

Ich hoffe, dass ich euch ein bisschen inspirieren konnte, wie man seinen wöchentlichen Speiseplan organisieren kann, um alle Farben des Regenbogens zu essen und die Regeln der Weekday Weekend Challenge einzuhalten.

Bis bald,

eure Sarah

Zwetschgen Zimt Plundertaschen

Cinnamon Prune Puff Pastry Pockets

Lange ists her, dass ich das letzte Mal ein Dessertrezept online gestellt habe, ebendies gilt auch für diese Zwetschgen Plunderchen. Die wurden nämlich bereits im Herbst gebacken. Aufgrund von Zeitmangel finden sie jedoch erst heute ihren Weg hier auf den Blog. Allgemein bin ich ein grosser Fan von Österreichischen und Deutschen traditionellen Gebäcken und kann nur schwer die Finger davon lassen, wenn ich über eine jener Köstlichkeiten stolpere. Hierzu gehört auch der Deutsche Plunder, welchen ich besonders in Form von, mit Früchten gefüllten, Taschen bevorzuge.                                  Und so kam dann einmal letzten Herbst völlig unerwartet eine Woge der Verlangens nach solchen Plundern über mich. So dass ich die einfach sofort haben musste. Kennt das jemand? Zu meiner Verteidigung ich war dazumal gerade schwanger und da überkommen einen ja die schrägsten Gelüste. Natürlich konnte ich die Dinger in Kürze nicht auftreiben, also entschloss ich mich kurzerhand mit ein wenig Schummelei selber welche zu backen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt wo hier geschummelt wurde oder? Ok es war so…..

Plundertaschen werden nach Tradition, wie der Name ja schon sagt, aus Plunderteig hergestellt. Ja, ich weiss das war jetzt eine unnötige Aussage, aber hier kommts… Plunderteig war ebenfalls nirgends aufzutreiben und meine Person war zu faul den selber zu machen, also musste Blätterteig ran. Ist natürlich absolut nicht dasselbe, aber hey, Plundertaschen hört sich für ein Dessert einfach besser an als Blätterteigtaschen. Die Taschen waren trotz der Schummelei einfach köstlich, weshalb ich nicht missen wollte diese mit euch zu teilen. Weiter passen Zwetschgen und Zimt ja auch wunderbar zur Winterzeit weshalb das verspätete Aufschalten hoffentlich nicht all zu unpassend daher kommt.

Cinnamon & Prunes stuffed Danish Pastry

Zutaten (für 5- 6 Taschen):

  • 270g Plunderteig oder Blätterteig (in meinem Fall)
  • 200g Zwetschgen, frisch oder tiefgekühlt
  • 3-5 EL Wasser
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • 2 EL Zucker (optional), ich hab ihn weggelassen, da mein Mann keinen Zucker mag
  • 1 Ei
  • 2 EL Wasser

Zubereitung:

  1. Die Zwetschgen mit dem Zimt und ein wenig Wasser (3-5 EL) in eine Pfanne geben und zugedeckt bei tiefer Temperatur köcheln lassen bis Zwetschgen schön weich sind.
  2. Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.
  3. Blätterteig zu einem Rechteck auswallen (ca. 5mm dick)
  4. Zwetschgen-Zimt-Masse auf die untere Hälfte des Teiges geben, hierbei unten 2cm Rand freilassen. Oben genug Platz lassen, damit ihr die obere Hälfte umschlagen könnt.
  5. Obere Hälfte über die untere klappen und die Enden gut festdrücken.
  6. Mit einem Messer in gleichmässigen Abständen einschneiden. Die Ränder auslassen, sprich nicht ganz bis aussen einschneiden.
  7. Ein Ei zusammen mit 2 EL Wasser verquirlen und den Teig damit bestreichen
  8. Teig in 5 bis 6 gleich grosse Stücke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für circa 30 bis 40 Minuten im Ofen backen. Überprüft eure Plunder regelmässig. Wenn sie eine gold-braune Farbe annehmen sind sie fertig.

Einfach und soooo unglaublich lecker. Dazu kommt die unglaubliche Anzahl an Möglichkeiten womit man die Plunderchen füllen kann. Spontan kommen mir da noch Mangos, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Aprikosen und Heidelbeeren in den Sinn. Welches wäre euer Favorit?

Bis bald,

eure Sarah

 

Chinapfanne mit Pilzen auf braunem Reis

Stir Fry with Mushrooms

Asiatische Gerichte sind was tolles wenn ihr mich fragt. Bei uns zu Hause sind sie ein Dauerbrenner und es wird nie langweilig, denn die asiatische Küche ist so versatil, dass die Rezepte immer wieder neu interpretiert werden können. Neben leckerem Curry gehört auch die China- oder Wokpfanne zu unseren Favoriten. Hierbei handelt es sich per Definition um ein Gericht dessen Zutaten in stark erhitzem Öl kurz angebraten werden, wobei ständig gerührt wird. Traditionell wird das Gericht in einem Wok zubereitet. Die Anschaffung einer solchen  Pfanne ist also definitiv zu empfehlen, wenn ihr die hohen Temperaturen erreichen wollt, die von Nöten sind um das Gemüse schnell anzubraten. Wichtig ist hierbei nur darauf zu achten einen Wok zu erwerben, der für euren Herd geeignet ist. Der in Asien allgegenwärtige kugelige Typ ist für die meisten europäischen Herde nicht wirklich geeignet und wird auch nicht das gewünschte Ergebnis bringen. Informiert euch im Fachhandel damit sich die Freude über den neuen Wok später nicht in Frust verwandelt.

Lange Rede kurzer Sinn kauft einen Wok, wenn ihr gute authentische asiatische Gerichte zaubern möchtet!So viel Klugscheisserei musste jetzt sein, sorry! Ich halte meinen Wok für eine der besten Anschaffungen, die ich je getätigt habe und möchte ihn in meiner Küche definitiv nicht mehr missen. Dementsprechend kam der letzte Woche wieder einmal zum Einsatz, es gab nämlich wie sollte es auch anders sein; eine Chinapfanne mit leckeren Pilzen, Knackerbsen und Süssmais. Und da es uns so gut geschmeckt hat, möchte ich das Rezept mit euch teilen.

Mushroom Stir Fry with Brown Rice

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1 Tasse brauner Reis / Naturreis
  • 2 Tassen Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 200g Pilzmischung, frisch
  • 100g weisse Champignons
  • 100g Süssmais
  • 200g Knackerbsen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 10g Ingwer, gepresst (optional)

Zubereitung:

  1. Gebe den Reis & das Salz in eine Pfanne, giesse das Wasser hinzu und bringe das Ganze zum Kochen. Reduziere anschliessend die Hitze und koche bei zugedeckter Pfanne weiter bis Reis gar ist. Bei Naturreis, respektive braunem Reis kann dies bis zu 50 Minuten dauern.
  2. Wasche die Pilze gründlich und schneide sie in Scheiben. Je nach Sorte in deiner Pilzmischung musst du nicht alle Pilze schneiden. Ich habe nur die grossen Exemplare geschnitten. Die Knakckerbsen solltest du ebenfalls waschen.
  3. Sobald dein Reis fast fertig gekocht ist, gibst du das Sesamöl in deinen Wok. Erhitze das Öl auf hoher Stufe und gib das Gemüse hinzu (Zwiebel, Knackerbsen, Pilze & Mais). Brate alles für etwa 2 Minuten scharf an.
  4. Gib den gepressten Knoblauch zu und brate nochmals für maximal 1 Minute. Der Knoblauch sollte nicht verbrennen, sonst wird er bitter! Falls du Ingwer verwendest kommt dieser zusammen mit dem Knoblauch in den Wok
  5. Schmecke deine Chinapfanne mit Salz und Pfeffer nach deinem Geschmack ab.

Ein einfaches und super schnelles Gericht findet ihr nicht auch? Absolut perfekt nach einem langem stressigen Arbeitstag, wo man einfach nur noch gerne ratzfatz etwas auf dem Teller hätte.                                                                                                                                  Und falls Pilze nicht euer Ding sind, kann ich euch versichern, dass in Zukunft sicherlich noch mehr solche Rezepte aufgeschaltet werden.

Bis bald,

eure Sarah

 

 

Weekday Weekend: 1. Woche

Menü Plan

Die zweite Woche im neuen Jahr hat bereits begonnen und ich möchte mit euch noch meine Erfahrungen der ersten Woche Weekday Weekend Challenge teilen. Für diejenigen, die neu hier sind, ihr könnt die Infos zu der Challenge hier finden.

Um ganz ehrlich zu sein, die ersten paar Tage waren definitiv hart. Zum einen plagte mich ein konstantes Hungergefühl und der Zuckerentzug hatte nicht unbedingt eine erträgliche Wirkung auf mein Gemüt. Schlechte Laune war angesagt. Am Abend kam dann noch das Gefühl der totalen Erschöpfung hinzu. Da fiel ich nur noch hundemüde ins Bett und war zu nichts mehr zu gebrauchen. Nach 3 Tagen hatten sich diese Nebenerscheinungen allerdings bereits erledigt und mein Körper schien sich an die Umstellung gewöhnt zu haben. Die darauffolgenden Tage fühlte ich mich sogar viel fitter und verspürte viel mehr Tatendrang als gewöhnlich. Besonders positiv wirkte sich die veränderte Diät auf meine Verdauung aus. So viel zu den physischen und psychischen Erfahrungen.

Was ich sonst noch in dieser einen Woche gelernt habe? Alle erdenklichen Lebensmittel enthalten Zucker, wie ich manchmal mit grossem Erstaunen und Kopfschütteln feststellen musste. So war die Freude riesig als ich feststellte, dass unser Supermarkt in der Nähe vegane Sojajoghurt führte. Diese Glückseligkeit wurde jedoch sofort von der Tatsache getrübt, dass diese Joghurts Zucker enthielten. Es war auf den ersten Blick kein einziges ähnliches Produkt ohne Zucker zu finden. Da frage ich mich, was hat Zucker in einem Naturjoghurt zu suchen?                                                                                              Ähnliche Gegebenheit beim Milchregal. Das enorme Angebot an Milchersatzprodukten versetzte mich in hohe Aufregung, welche sogleich davon getrübt wurde, dass lediglich ein einziges dieser Produkte zuckerfrei war. Hierbei handelte es sich um eine ungesüsste Mandelmilch. Die wanderte also sogleich in den Einfaufskorb, zusammen mit der Sojacreme, in die wir absolut vernarrt sind. Wir verwendent diese normalerweise anstelle von Sahne. Zu Hause kam dann zu meinem Unglauben die Erkenntnis, dass auch diese mit Zucker versetzt war. Naja, gekauft ist gekauft und wegschmeissen ist auch schade. Ein ähnliches nicht mit Zucker gespicktes Produkt zu finden ist jedoch nun Mission Nummer 1.

Weitere Ernüchterung der Woche; Saucen zum Verfeiner etwas unspektakulärer Gerichte macht ihr am besten selber oder streicht diese komplett vom Speiseplan. Vegane Mayo, Senf, meine heissgeliebte asiatische Chili-Sauce oder Sriracha-Sauce, alles enthält Zucker! Tomatensaucen und passierte Tomaten? Auf die schnelle lediglich ein Produkt gefunden das nicht gesüsst ist.                                                                                     Alles in allem finde ich dies unglaublich und sehr erscheckend. Ist der Zusatz von Zucker in all diesen Produkten wirklich nötig? Was denkt ihr?

So der Post ist bereits relativ lang, aber trotzdem soll noch ein kurzer Einblick auf unseren Speiseplan von letzter Woche gegeben werden. In Klammern werde ich die jeweiligen Farben erwähnen, die mit der Mahlzeit abgedeckt wurden (siehe den Eintrag Iss den Regenbogen). Eine Übersicht findet ihr auf obigem Menüplan.

Montag:

Zum Frühstück gabs eine lilafarbene Frühstücksschüssel mit Granola, Kaki und gefrorenen Beeren (blau, pink/rot, orange & braun). Das Granola-Rezept findet ihr hier auf dem Blog. Ein Rotkohlsalat mit Cherrytomaten deckte das Hüngerchen am Mittag (violett & rot) und als Abschluss eine ganz leichte Mahlzeit  zum Abendessen, bestehend aus gedämpftem Blumenkohl, Brokkoli & Rosenkohl überbacken mit gerösteten Semmelbröseln (grün & weiss, Rezept von Dr. Oetker).

Dienstag:

Erneut eine Granola-Schüssel, diesmal kombiniert mit Zitrusfrüchten und einem Schuss Apfelmus im Joghurt (gelb, orange, braun & rot). Zum Mittag wurde der restliche Rotkohl wieder wieder in Form eines Salates gerichtet, diesmal jedoch mit Papaya und Cashews, damit es nicht all zu eintönig wird (violett, orange & weiss). Das Abendessen fiel mit einem Teller Vollkornpenne an einer Tomatensauce mit Kapern & Oliven relativ kohlenhydratreich aus (grün, schwarz = blau & rot).

Mittwoch:

Frisch gepresster Saft aus Zitrusfrüchten, selbstgebackenes Roggenschrotbrot und Artischocken-Aufstrich kam Mittwochs als Frühstück auf den Tisch (gelb, orange, rot, schwarz = blau & weiss). Der Lunch fiel leicht aus mit simplen Avocado-Booten gefüllt mit Avocado Salsa (grün & rot). Der Tag wurde mit leckeren veganen Burritos beendet, gefüllt mit Süssmais, Resten der Avocado Salsa & Süsskartoffel Pommes (gelb, rot, grün & violett). Über den Tag verteilt haben wir Datteln und Nüsse gesnackt (braun).

Donnerstag:

Da vom Mittwoch noch Aufstrich und Brot übrig war, gabs diese zum Frühstück (gelb, rot, schwarz = blau & weiss). Als kleine Erfrischung kam noch ein halbgefrorener veganer Mango Lassi hinzu (gelb). Als Mittagsmenü kam wieder einmal ein Salat, diesmal mit verschiedenen Bohnensorten (grün, weiss, rot & violett). Am Abend kochte ich dann unser heissgeliebtes Chili sin Carne, sprich veganes Chili extra scharf (gelb, rot & weiss). Als Snacks dienten die restlichen Süsskartoffel Fries, Datteln und getrocknete Aprikosen (violett, braun & orange).

Freitag:

Freitag sind wir fruchtig in den Tag gestartet mit einem frisch gemachtem Orangen-Bananen-Kiwi Saft und einer Smoothie Bowl aus gefrorenen Beeren (orange, pink/rot grün, blau & weiss). Und da wir Süsskartoffel Fries einfach lieben und jeden Tag essen könnten, haben wir die zu Mittags nochmals gebacken (orange & violett). Am Abend musste es schnell gehen und da passt ein Stir Fry mit Pilzen, Knackerbsen und Mais perfekt (gelb, grün, braun & weiss). Als Beilage dazu haben wir Naurreis gewählt.

Samstag:

Da wir am Samstagmorgen früh raus mussten, musste ein Frühstück her, dass bereits am Abend vorher zubereitet werden konnte. Die Wahl fiel auf einen Chia-Pudding mit pink Grapefruit (gelb (Zitronensaft), orange & rosa/rot). Der Hunger zu Mittag war gross, somit schien ein Rührei mit Champignons optimal, das ist nämlich ruck zuck zubereitet (weiss). Am Abend haben wir dann wie die Könige dinniert mit überbackenem Brokkoli Sizilianische Art (mit Sardinen), Ofenkartoffeln mit hausgemachten Tzaziki und geröstetem Brot (grün, schwarz = blau, weiss & braun). Wie könnte es auch ander sein, als Snack gab es Süsskartoffel Fries (orange & violett). Ich weiss ich weiss, aber die machen echt süchtig die Dinger.

Sonntag:

Sonntags verspürten wir den Drang richtig zu schlemmen zum Fühstück und hierzu gibts nichts besseres als Zimtwaffeln mit Apfelmus und frischen Früchten (orange, blau & weiss). Aufgrund des umfangreichen Frühstückes gabs zu Mittag Reste vom vorherigen Tag (grün, schwarz = blau, weiss & braun). Absolut bunt gestaltete sich das Abendessen; Bohnen mit Würstchen und Langkornreis mit roter Beete als Beilage (gelb, rot, grün, violett & weiss, Rezept von So viele Rezepte hat das Jahr).

Soweit zu der ersten Woche Weekday Weekend. Hoffentlich habt ihr einen kleinen Einblick erhalten, wie sich diese Ernährungsweise in den Alltag einplanen lässt.Falls ihr Ideen, Vorschläge, Rezepte oder eigene Erfahrungen hierzu habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr diese teilt.

Bis bald,

eure Sarah

Zimtwaffeln mit Apfelmus

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Frühstück am Sonntag gleicht seit meiner Kindheit einem kleinen Ritual. Nachdem genüsslich ausgeschlafen wurde, setzte sich die ganze Familie an den Tisch und es wurde ausgiebig gebruncht. Das Frühstück ersetzte somit auch gleich das Mittagessen. Heute essen mein Mann und ich zwar manchmal etwas zu Mittag, aber trotzdem versuche ich, wann immer möglich, zum Frühstück etwas spezielles auf den Tisch zu zaubern. Und weil mein Mann ein Waffel-Fan ist, gabs die heute mal wieder.

Da Zimt und Äpfel für mich einfach zur kalten Jahreszeit gehören, wurden die Waffeln dementsprechend mit Zimtpulver aromatisiert und Apfelmus dazu gereicht. Das ganze mit ein paar Tiefkühl-Heidelbeeren und Kakisternen dekoriert und schon habt ihr das perfekte Schlemmerfrühstück. Die Waffeln waren meiner Meinung nach geschmacklich etwas zu subtil im Zimtaroma, dies störte jedoch in Kombination mit dem säuerlichen Apfelmus nicht weiter. Trotzdem würde ich nächstes mal wohl einen Teelöffel mehr Zimtpulver beigeben. Gesüsst wurde mit ein wenig Ahornsirup. Den Einsatz von übermässigem Zucker und anderen Süssungsmitteln versuchen wir momentan so klein wie möglich zu halten. Deshalb waren unsere Waffeln nicht all zu süss. Falls ihr es süsser mögt, gebt einfach noch ein oder zwei Esslöffel mehr Ahornsirup hinzu. Alles in allem waren die Waffeln jedoch äusserst lecker und empfehlenswert. So dass man anschliessend auch gerne die etwas umständliche Reinigung des Waffeleisens in Kauf nimmt.

Zutaten (für 2 Personen):

  • 25g Margarine
  • 3 EL Ahornsirup
  • 2 Eier
  • 180g Sojajoghurt
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimtpulver
  • 150g Weissmehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150g säuerliche Äpfel
  • 1 EL Zitronensaft
  • 5 EL Wasser
  • 1 Kaki
  • 1 handvoll Heidelbeeren, tiefgekühlt
  • Waffeleisen

Zubereitung:

  1. Äpfel waschen, schälen, vierteln und entkernen. Anschliessend in kleine Stücke schneiden.
  2. Äpfel mit Zitronensaft und Wasser in eine Pfanne geben. Erhitzten bis es zu köcheln beginnt. Hitze reduzieren und Äpfel zugedeckt bei tiefer Temperatur garen.
  3. In der Zwischenzeit Margarine in eine Schüssel geben und weich rühren.
  4. Ahornsirup, Eier, Salz, Zimtpulver und Sojajoghurt hinzugeben. Alles gut mischen.
  5. Mehl und Backpulver schrittweise hinzugeben und immer schön mischen so dass keine Klumpen entstehen.
  6. Das Waffeleisen vorheizen mit Margarine einfetten. Sobald das Waffeleisen warm heiss genug ist, 3 EL Waffelteig auf das Eisen geben und backen bis die Waffel eine goldbraune Farbe hat.
  7. Schritt 6 wiederholen bis der gesamte Waffelteig aufgebraucht ist.
  8. Sobald Äpfel weich gekocht sind mit Stabmixer pürieren.
  9. Kaki waschen, in Scheiben schneiden und mit einem Keksausstecher Sterne ausstechen.
  10. Alles nach Wunsch anrichten und mit Heidelbeeren besprenkeln.

Für dieses Rezept wird Weissmehl verwendet, ihr könnt aber genau so gut Dinkelmehl oder ein anderes Mehl benutzten.

Bis bald,

eure Sarah

Iss den Regenbogen

eat the rainbow

Natürlich ist dieser Titel nicht wortwörtlich zu nehmen. Es geht nicht darum, dass ihr einen Regenbogen anknabbert, sondern versucht die unterschiedlichen Farben des Regenbogens in euren Essplan einzubauen. Anders ausgedrückt, den Versuch möglichst unterschiedlich farbenes Gemüse und Früchte zu essen. Wenn ich zurückdenke wurde uns diese Regel bereits in jeder Vorlesung, bei der es um Ernährung ging, gepredigt. “Esst farbig!”, hiess es da immer.

Dies macht durchaus Sinn, denn je nach Farbe variiert auch die Reichhaltigkeit an verschiedenen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien. Hier ein kurzer Überblick:

  • gelb/orange: enthalten Vitamin C, Kalium, Lykopen, Flavonoide, Lutein & Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A). Lutein und Betacarotin sind beide wichtig für die Augen. Ebenso haben sie einen positiven Einfluss auf Cholesterin und das kardiovaskuläre System. Vitamin C stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Diese Sorten sind vollgepackt mit Antioxidantien, die unserem Körper helfen freie Radikale abzubauen.
  • rot: enthalten Lykopin (verantwortlich für rote Farbe), Quercetin, Kalium, Carotinoide. Haben ebenfalls eine positive Wirkung auf den Blutdruck, Blutgefässe, das Cholesterin und Entzündungen.
  • grün: enthalten Vitamin C, Chlorophyll, Vitamin K, Kalium, Flavonoiden, Calcium, Folsäure, Lutein, Selen, Saponinen und Carotinoide. Grünes Gemüse und Obst unterstützen das Immunsystem und haben eine positive Wirkung auf das kardiovaskuläre System und die Verdauung. Zudem unterstützen sie den Körper bei der Entgiftung.
  • violett/blau: enthalten Vitamin C, Kalium, Resveratrol, Niacin, Antioxidantien, Flavonoide, Lutein, Phenol und Anthocyane. Diese Gemüse- und Früchtesorten fördern die Verdauung, verbessern die Aufnahme von Mineralien, stärken das Immunsystem und wirken sich positiv auf Cholesterin aus.
  • weiss/braun: enthalten Allicin, Kalium, Beta-Glucane, Lignane, Selen, Chlorogensäure, Flavonoide, Isoflavone und Antioxidantien. Vertreter dieser Gruppe helfen bei Infektionen und ihnen werden teilweise antivirale und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben.

Diese Liste zeigt deutlich auf, wie wichtig es ist, seinen Speiseplan bunt zu gestalten. Deshalb soll auf unserem Esstisch zumindest während der Weekday Weekend Challenge ein Vertreter jeder Farbe eingebaut werden.

Iss den Regenbogen

Die obige Tabelle enthält  eine Aufteilung verschiedener Obst- und Gemüsesorten nach deren Farbe. Es handelt sich hierbei natürlich nicht um eine komplette Auflistung und es muss angemerkt werden, dass von einigen Sorten mehrere Varietäten in unterschiedlicher Farbe existieren.

Bis bald,

eure Sarah

 

Für obigen Text dienten, neben dem eigenen Wissen, folgende Internetseiten als Quellen:                                      https://www.disabled-world.com/fitness/nutrition/fruits-veggies/colored.php                                                    https://de.biomanantial.com/die-farbe-von-obst-und-gemuese-und-phytochemikalien-a-2011-de.html  http://www.nutritionaustralia.org/national/resource/eat-rainbow                                                                                          https://www.mayr-kuren.de/farbe-obst-gemuese-sekundaere-pflanzenstoffe.html

 

 

Granola mit getrockneten Früchten & Nüssen

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Da ich von Natur aus eine richtige Schlafmütze bin und dank Mutterschaftsurlaub glücklicherweise nun auch länger in den Federn bleiben darf, wird das Frühstück bei uns öfters mal auf die späten Morgenstunden verschoben. Dementsprechend fällt es grösser aus und ersetzt somit gleich das Mittagessen. Und zu einem richtigen Frühstück gehört einfach eine Schüssel leckeres Granola. Leider wird Granola in den Supermärkten zu horrenden Preisen verkauft und ist, wenn man genauer hinschaut, nicht wirklich so gesund, wie es vermarktet wird. Es enthält nämlich in den meisten Fällen Zucker, teilweise sogar in beträchtlicher Menge. Da wir jedoch nicht darauf verzichten möchten, haben wir uns dazu entschieden Granola selber zu machen. Das ist nämlich ganz einfach, ruckzuck fertig gebacken und reicht dann meistens auch für ein bis zwei Wochen je nach Menge.                                                                                                                     Zu dieser Sorte hat uns das Granola von Bloggerin Fanny (ihr Blog fannythefoodie ist absolut empfehlenswert!), welches sie für fooby.ch kreiert hat, inspiriert. Das Originalrezept findet ihr hier.

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Zutaten (für 2 Einmachgläser à 0.5l):

  • 250g Bio Vollkorn Haferflocken
  • 100g Haselnüsse
  • 100g Pekannüsse
  • 75g Amaranth
  • 50g Chiasamen
  • 3 EL Dattelsirup
  • 2 TL Zimt
  • 50g Kokosöl, geschmolzen (wir hatten nur Kokosfett, was natürlich auch funktioniert, trotzdem empfehlen wir das gesündere Kokosöl)
  • 100g getrocknete Aprikosen
  • 50g getrocknete Beeren (Heidelbeeren, Kirschen & Cranberrys)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 150 Grad vorheizen
  2. Nüsse grob hacken
  3. alle Zutaten bis und mit Kokosöl in einer Schüssel gut mischen. Alles sollte gleichmässig mit dem Sirup und dem Öl bedeckt sein.
  4. Granola-Mischung auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten, in den Ofen schieben und 30 Minuten braun backen
  5. Granola aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen
  6. getrocknete Früchten grob hacken und unter das Granola mischen
  7. Granola in verschliessbaren Gläsern aufbewahren

Ich hoffe dieser Post konnte euch motivieren euer eigenes Frühstücks-Granola zu machen. Es ist nämlich nicht nur günstiger, sondern auch gesünder. In naher Zukunft werden hier auch ein paar Ideen kommen, was ihr so für leckere Granola-Schüsseln kreieren könnt.

Bis bald,

eure Sarah