Vegane Fastenwähe

Vegan Whole Wheat Fastenwähe (1 von 1)

Helau! Seid ihr in Faschings-Stimmung? Gibts das in eurer Heimatstadt überhaupt?
In Bern – meinem Zuhause – ist der Karneval gerade zu Ende gegangen. In Basel, der Stadt mit einem sehr berühmt-berüchtigten Fasching, war heute der Auftakt, auch Morgenstreich genannt. Persönlich bin ich absolut kein Fan der „Fasnacht“- so nennen wir den Karneval hier – zu viele Leute, zu laut und die Guggenmusik ist so gar nicht mein Ding. Die eigentliche Idee hinter dem Anlass, nämlich die Vertreibung des Winters und die Begrüssung des Frühlings mag ich aber sehr. Es wird absolut Zeit, dass der Frühling kommt. Findet ihr nicht auch, dass wir jetzt wirklich genug graue Tage gesehen haben? Nur momentan scheint hier diesbezüglich nichts zu passieren. Im Gegenteil, es ist wieder richtig kalt geworden. Schon beim Gedanken das Haus zu verlassen klappern mir bereits die Zähne vor Kälte. Wie seht ihr das? Mögt ihr die Kälte und den Winter oder seid ihr auch eher Sommertypen?

vegan Whole Wheat Fastenwähe (1 von 1)

Nun aber “back” zum eigentlichen Thema dieses Posts. Wie ihr vielleicht bereits wisst, ist die Fasnacht auch der Auftakt und die Feier der Fastenzeit. Der Name lässt es einen ja schon erahnen. Während dieser Zeit gibt es in der Schweiz auch einige kulinarische Hochgenüsse anzutreffen. Unter anderem die “Fasnachts-Chüechli”, eine Art Fettgebackenes, und der Star dieses Post die Fastenwähe. Der Name mag jetzt suggerieren, dass es sich hierbei um eine Wähe handelt. Dem ist aber nicht so. Die Fastenwähe, ist ein traditionelles, aus Basel stammendes, Gebäck aus Hefeteig. Neben der Hefe wird Weizenmehl, Butter, Milch für den Teig, respektive Eier und Kümmel zum Bestreichen verwendet. Sprich hauptsächlich Zutaten, die nicht auf unserem Speiseplan stehen.

Aus diesem Grund gibt es heute ein, den veganen Bedürfnissen, angepasstes Rezept für eine Fastenwähe. Ebenso wird in diesem Rezept auf Weissmehl verzichtet. Anstelle davon kommt Vollkornmehl zum Einsatz. Ihr denkt jetzt keine grosse Hexerei? Stimmt absolut bis auf einen kleinen Kniff, den ich euch jetzt verraten werde. Falls ihr ebenfalls versucht raffiniertes Weissmehl zu umgehen und Vollkornmehl zu verwenden, habt ihr schon mal den ersten Schritt geschafft. Es gilt jedoch zu beachten, dass ihr bei Rezepten, die Weissmehl verwenden dieses nicht einfach eins zu eins mit Vollkornmehl austauschen könnt und das wars dann. Teilweise, ja sogar häufig, müssen die Zutatenmengen angepasst werden. Ein Vollkornteig braucht mehr Flüssigkeit und häufig auch mehr Hefe im Vergleich zu einem Weissmehlteig. Unter Umständen benötigt er auch eine längere Aufgehzeit. Dies lässt sich auf den Kleieanteil im Vollkornmehl zurückführen. Der Teig wird auch nicht so stark aufgehen und fluffig werden wie ein Weissmehlteig. Dafür ist er wesentlich gesünder. Dies als kleiner Tipp, wenn ihr Weissmehl gegen vollerwertigere Vollkornmehle ausstauschen möchtet.

vegane Vollkorn-Fastenwähe (1 von 1)

Zutaten (für 5 Fastenwähen)*:

  • 250g Vollkornmehl, Bio-Qualität
  • 25g Hefe, Bio-Qualität
  • 1 TL Salz
  • 200ml Sojamilch
  • 85g Margarine, vegan
  • 50ml Sojamilch, zum Bestreichen
  • 3 EL Kümmelsamen -> ich hatte nur Kreuzkümmel, was definitiv nicht dasselbe ist und würde dementsprechend wirklich Kümmel empfehlen

Zubereitung:

  1. Mische das Mehl und Salz in einer Schüssel. Zerbröckle die Hefe und gib sie zu der Mehl-Salz-Mischung.
  2. Gib die Sojamilch und die Margarine hinzu. Knete alles bis du einen glatten Teig hast.
  3. Lege den Teig in eine Schüssel, bedecke diese mit einem Küchentuch und lass den Teig für 4 Stunden gehen.
  4. Heize den Ofen bei 230 Grad Celsius vor und belege ein Backblech mit Backpapier.
  5. Nimm deinen Teig und teile ihn in 5 gleich grosse Portionen. Streue etwas Mehl auf eine glatte Oberfläche und walle die Teigstücke oval aus. Schneide 4 Schlitze in jedes Teigstück.
  6. Lege die Fastenwähen auf das Backblech und ziehe die Schlitze sorgfältig auseinander. Falls du richtig grosse Schlitze möchtest, wie bei den Originalen, kannst du auch einfach einen Teil des Teiges rausschneiden. Lasse die Wähen nochmals 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
  7. Bestreiche die Wähen mit Sojamilch und streue Kümmelsamen darüber.
  8. Backe die Fastenwähe in der Mitte des Ofens für 12 Minuten.

Die Fastenwähen können übrigens auch problemlos eingefroren werden. So könnt ihr auf einmal grössere Mengen herstellen und diese dann nach Belieben aus dem Tiefkühlfach direkt in den Ofen schieben.

Bis bald,

eure Sarah

 

 * Das Originalrezept stammt von fooby.ch.

Vegane Herz-Tortellini mit Pesto Rosso all`Arrabiata

Herzförmige Tortellini mit Pesto rosso alla arrabiata (1 von 1)

Habt ihr schon mal selber Pasta gemacht? Falls ja, dann wisst ihr, der Prozess ist zwar ein wenig zeitaufwendig aber lohnt sich total. Hausgemachte frische Pasta ist nämlich tausendmal besser als gekaufte. Ihr habt euch noch nicht getraut es selber zu probieren? Kein Grund sich zu schämen, bei mir hat es auch ganze 31 Jahre gedauert, bis ich es endlich mal gewagt habe. Ihr fragt euch was mich endlich dazu bewogen hat? Hierzu gibt es zwei Gründe, welche ich euch gleich erläutern werde.

Gestern war der Tag der Tortellini, weshalb zur Feier des Tages Tortellini gekocht werden sollten. Also nichts wie losgezottelt, um ein Packung hiervon einzukaufen. Doch oh Schreck! Worst case Szenario! Im Supermarkt gabs nämlich keine einzige vegane Sorte. Nicht mal der fixfertige Pasta-Teig war vegan. Der Grundstein für die Idee war somit gelegt. Weiter hat mich Bianca Zapatka mit ihren süssen herzförmigen Ravioli auf den Geschmack gebracht ein salziges Gericht mit herzöfmiger Pasta für den Valentinstag zu kreiern. Ok, herzförmige Tortellini gabs natürlich auch nicht zu kaufen! Hiermit habt ihr den zweiten Grund.

Falls ihr also noch auf der Suche für eine leckere Idee für euer Valentinstag-Dinner seid, könnte dieses Rezept für herzförmige Tortellini mit einer pikanten Pesto Rosso Füllung genau das richtige für euch sein. Und falls ihr noch nicht überzeugt seid, dann lasst euch sagen; eine so gute Pesto habe ich seit langem nicht mehr gegessen. Da scheint gleich ein wenig italienische Sonne in meinem und garantiert auch eurem Herzen! Einziger Nachteil, ihr müsst ein wenig Zeit aufbringen, um dieses leckere Mahl zu kreieren. Euer Liebster oder eure Liebste wird sich dafür um so mehr über den Aufwand, den ihr erbracht habt, freuen!

Heart Shaped Tortellini with Pesto Rosso alla arrabiata 1 (1 von 1)

Heart Shaped Tortellini with Pesto Rosso alla arrabiata (1 von 1)

Ihr seit dabei? Wunderbar, dann lasst uns beginnen!

Zutaten (für 2 Portionen Tortellini* & 1 Marmeladenglas Pesto):

  • 300-340g Mehrkornmehl, Bio-Qualität
  • 1 TL Piri-Piri Salz oder reguläres Salz
  • 80ml Wasser
  • 1 TL Olivenöl
  • etwas Mehl zum auswallen
  • runder Keksausstecher
  • 10-15g frische Basilikumblätter
  • 150g getrocknete in Öl eingelegte Tomaten
  • Saft 1/2 Zitrone, Bio-Qualität
  • 2 rote Chilis
  • 2 EL Tomatenpüree
  • 2 TL Chili-Öl
  • 2 gepresste Knoblauchzehen, Bio-Qualität
  • 90g Öl der eingelegten Tomaten
  • 30g Pinienkerne
  • 1/2 TL Piri-Piri Salz oder gewöhnliches Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • Spritzbeutel oder Gefrierbeutel
  • 100g Cocktailtomaten, Bio-Qualität (optional)
  • einige Basilikumblätter (optional)

Zubereitung:

  1. Mische Mehl, 1 TL Salz, Wasser und Olivenöl in einer Schüssel vermischen bis ein Teig entsteht. Diesen kneten bis er elastisch ist, wobei der Teig nicht zu flüssig/weich sein sollte. Ich habe mit 300g Mehl gestartet und musste noch mehr hinzugeben. Anschliessend zudecken und 30 Minuten stehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit könnt ihr die Pesto zubereiten. Dafür gebt ihr alle restlichen Zutaten bis zum schwarzen Pfeffer in ein sauberes Marmeladenglas und püriert das ganze mit einem Stabmixer. Alternativ könnt ihr auch einen Food-Prozessor oder Mixer verwenden.
  3. Teig auf einer bemehlten Fläche so dünn wie möglich auswallen. Ihr könnt natürlich eine Pastamaschine verwenden. Ich habe es zuerst mit der Pastamaschine probiert, es hat jedoch nicht funktioniert, der Teig hatte anschliessend Löcher, aber vielleicht klappt es bei euch ja.
  4. Mit einem Keksausstecher Kreise aus dem Teig ausstechen und auf ein Backblech legen.
  5. Nun füllt ihr die Pesto in einen Spritzbeutel oder Gefrierbeutel. Bei letzterem müsst ihr dann halt noch eine Ecke abschneiden, sonst aber egal was ihr verwendet. Spritzt eine kleine Menge Pesto in die Mitte euer Pastateig-Kreise. Es ist völlig egal, wenn Öl von der Pesto auf den Teig tropft oder über die Kreise läuft. In einem späteren Schritt werdet ihr dieses eh wegdrücken.
  6. Nun befeuchtet ihr die eine Hälfte des Randes eurer Kreise mit ein wenig Wasser und klappt die andere Hälfte des Teiges auf die befeuchtete Hälfte. Oder anders gesagt ihr formt Halbmonde. Beim Andrücken solltet ihr wirklich sehr gut darauf achten, den Teig gut anzudrücken. Es sollte keine Luft zwischen Füllung und Teig sein und die Enden sollten gut aufeinander kleben, damit das ganze beim Kochen nicht aufplatzt.
  7. In einem nächsten Schritt klappt ihr die Seite mit der Rundung nach oben. Das linke und rechte Ende wickelt ihr um euren Finger und klebt sie mit ein wenig Wasser zusammen. Die zusammengeklebten Enden könnt ihr nun ein wenig in die Länge ziehen, damit sie die Spitze des Herzens bilden. Den oberen, runden Teil der Tortellini drückt ihr in der Mitte ein wenig nach unten, um den oberen Teil des Herzes zu formen. Nach 2 bis 3 Tortellini werdet ihr den Dreh raus haben. Ansonsten findet ihr hier ein sehr gutes Video, wie Tortellini geformt werden (auf  Englisch und nur für die klassische Form).
  8. Füllt eine Pfanne mit Wasser, gebt ein bisschen Salz hinzu (ca. 1 TL) und bringt dieses zum Kochen. Nun könnt ihr eure Tortellini hinzugeben. Kocht sie bis sie an der Oberfläche aufschwimmen.
  9. Danach giesst ihr die Tortellini in einem Sieb ab und serviert sie sofort mit der restlichen Pesto. Falls ihr möchtet könnt ihr noch Cocktailtomaten und frische Basilikumblätter hinzugeben. Die Cocktailtomaten könnt ihr vorher auch noch ein wenig in einer Pfanne anbraten, wenn ihr mögt.

Die Arbeit ist es wirklich wert glaubt mir. So weich und frisch ist das Ergebnis, da wollt ihr euch einfach nur noch reinlegen. Bei uns waren die Teller auch ratzfatz weggeputzt. Hat nicht länger als 10 Minuten gedauert. Und falls ihr schon richtige Profis seid im selber Pasta machen, dann bitte nur her mit den Tipps und Ideen.

Bis bald,

eure Sarah

*Das Rezept für den Pasta Teig habe ich aus folgendem Kochbuch.

Valentins Tag Nice Cream Bowl

Valentine Nice Cream Bowl (1 von 1)Unglaublich in zwei Tagen ist bereits Valentins Tag! Was habt ihr so geplant an diesem Tag? Geht ihr aus oder bleibt ihr gemütlich zu Hause? Feiert ihr den Tag überhaupt? Ich persönlich bin kein grosser Fan dieses “Feiertages”, normalerweise gehen wir gemütlich irgendwo essen oder kochen etwas feines zu Hause und das wärs dann auch schon. Ihr seht also, nichts spektakuläres und eigentlich ein Tag wie jeder andere. Ich erwarte von meinem Ehemann auch keine Geschenke. Da ist mir lieber, wenn ich durch das Jahr hinweg mal eine kleine Aufmerksamkeit in Form von Blumen bekomme. Wie seht ihr das?

Trotzdem hat der Valentins Tag etwas gutes. Könnt ihr euch denken was? Ok, ich verrate es euch; die Social Media Kanäle sind überfüllt von supersüssen Food-Ideen. Und wenn diese entzückenden Inspirationen dann noch herzförmig und pink sind, dann ist mein Foodie-Herz nicht mehr zu stoppen. Da gehen schon mal Stunden drauf, um auf Instagram & Pinterest all die coolen Kreationen zu bewundern.

Und ist dieser Tag nicht auch perfekt um sich genüsslich leckere Süssigkeiten zu gönnen? Falls ihr also Lust auf ein wenig rosa habt, jedoch den ganzen Kommerz um den Valentins Tag nicht unterstützen möchtet, dann habe ich das perfekte Dessert – oder auch Frühstück im Bett – für euch. Eine selbstgemachte Kokosnuss-Erdbeeren Nice Cream Coconut Bowl. Und falls ihr einfach Bock auf Nice Cream und eine leckere vegane Bowl habt, dann seid ihr hier auch richtig.

Kokosnuss Erdbeeren Nice Cream (1 von 1)

Zutaten (für 2 Kokoshälften):

  • 1 Kokosnuss
  • 2 Bananen, Bio & gefroren
  • 50-100ml Kokosnussmilch oder Kokosnussmus -> von der Konsistenz her würde ich Kokosnussmus empfehlen. Da ich das ganze jedoch in einem Mixer gemacht habe, der Flüssigkeit benötigt, habe ich die Kokosnussmilch verwendet. Je nachdem ob ihr einen Food-Prozessor oder Mixer verwendet werdet ihr eine unterschiedliche Flüssigkeitsmenge benötigen, startet mit einer kleinen Menge und erhöht langsam.
  • 1-2 TL Erdbeerpulver -> die Menge hängt davon ab wie stark euer Pulver färbt und wie intensiv ihr eure Farbe möchtet.
  • einige vegane Schokoherzen
  • einige vegane Zitronenherzen
  • vegane Schokolade -> Die in diesem Rezept verwendete Schokolade und Biskuits findet ihr hier

Zubereitung:

  1. Die Kokosnuss halbieren. Das Wasser könnt ihr wunderbar für einen Smoothie verwenden.
  2. Die gefrorenen Bananen und einen Teil der Kokosnussmilch in einen Mixer/Food Prozessor geben und pürieren. Meine Nice Cream war von der Konsistenz her ein wenig flüssig, da mein Mixer recht viel Flüssigkeit benötigt, damit er die gefrorenen Bananen zerkleinern kann. Versucht es mit so wenig Kokosnussmilch oder Mus wie möglich. Trotzdem sollte der Kokosgeschmack noch präsent sein.
  3. Gebt das Erdbeerpulver hinzu und mischt bis alles gleichmässig vermischt ist (für dieses Rezept habe ich das Erdbeerpulver von frooggies verwendet).
  4. Füllt die Nice Cream in die Kokosnusshälften und dekoriert nach Belieben mit Biskuitherzen und Schokolade.

Coconut Strawberry Nice Cream (1 von 1)

Falls euch die Nice Cream insgesamt zu flüssig ist, könnt ihr das ganze auch nochmals in euer Gefrierfach stellen. In unserem hat es leider nie Platz, da erstens zu klein und zweitens ständig übervoll.                                                                                                             Seit dieser Bowl sind wir übrigens total Nice Cream süchtig und ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen. Was könnt ihr so empfehlen? Ich denke als nächstes kommt Schoko-Erdnuss an die Reihe und Pistazie steht auch ganz oben auf der Liste.

Bis bald,

eure Sarah

 

Süsse Regenbogen Couscous Bowl

Sweet Rainbow Couscous Bowl

Lasst uns heute einmal über das Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages, sprechen. Seit Teenagerzeiten war eine Dose Red Bull das einzige, was ich am Morgen benötigte. Nach Überwindung dieser Sucht, nahm Kaffee den Platz des koffeinhaltigen Süssgetränkes ein. Und das wars dann mit frühstücken…The End…..

Iwo! Natürlich bin ich nicht fertig! Der letzte Satz des obigen Abschnittes war aber genau das Mantra, das ich die letzten 15 Jahre gelebt habe. Und hiermit möchte ich euch mitteilen; es ist nie zu spät alte Gewohnheiten abzulegen, es ist nie zu spät Dinge zu einem besseren zu verändern! Mit meinen 31 Jahren habe ich festgestellt, dass meine Mutter doch nicht so Unrecht hatte, als Sie mir morgens mitteilte: “Sarah, du weisst schon, dass das Frühstück die wichtigste aller Mahlzeiten ist!”. Vielleicht ist das auch eine Frage des Alters, keine Ahnung….                                                                                           Auf jeden Fall entspricht die Aussage meiner und wahrscheinlich auch vieler anderen Mütter, definitiv einer Tatsache. Mit jedem Morgen beginnen wir einen neuen Tag, worauf wir unseren Körper und Geist vorbereiten sollten indem wir frühstücken. Schliesslich brauchen wir genügend Energie, um den Tag zu bewältigen. Und wie ein Auto, das Benzin benötigt, müssen auch wir Treibstoff tanken, insbesondere zu Beginn des Tages.

Sweet Couscous Rainbow Bowl

Um es gleich vorweg zu nehmen, hiermit ist nicht eine Schüssel gezuckerte Cornflakes oder ein Schnitte Brot mit Nutella – nichts gegen Nutella *lol* – gemeint. Ich spreche von einem gesunden und ausgewogenen Frühstück. Vollgepackt mit Ballaststoffen, Nährstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Heute habe ich dementsprechend ein Rezept für euch, dass genau diese Anforderungen erfüllt. Nämlich eine Frühstücks Bowl mit Couscous und Früchten aus allen Kategorien des Regenbogens. Wieso es so wichtig ist wann immer möglich den Regenbogen zu essen, könnt ihr in diesem Post nachlesen. Falls ihr kein Couscous mögt, eignet sich auch Porridge, Buchweizen, selbstgemachtes Granola oder Haferflocken sehr gut. Letztere sind übrigens eine wichtige Eisenquelle. Dies ist insbesondere auch für Veganer wichtig.

Rainbow Bowl with Couscous

Zutaten (für 2 Schüsseln):

  • 150g Couscous
  • 200ml kochendes Wasser
  • 300g Kokos-Sojajoghurt, wenn möglich ohne Zucker
  • 1 gelbe Kiwi, Bio
  • 30g Physalis
  • 30g Erdbeeren, gefroren
  • 30g Himbeeren, gefroren
  • 30g  Redglobe Trauben
  • 30g Blaubeeren, gefroren
  • 30g grüne Äpfel

Zubereitung:

  1. Couscous mit kochendem Wasser übergiessen und zudecken. Circa 5 bis 10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Früchte vorbereiten.
  2. Alle Früchte, ausser die gefrorenen, waschen.
  3. gelbe Kiwi in zwei sternenförmige Stücke schneiden. Videos hierzu findet ihr auf YouTube. Die Kiwis könnt ihr übrigens problemlos mit der Schale essen, solange sie Bio-Qualität besitzt und ihr sie gewaschen habt. Dies ist sogar sehr gesund.
  4. Alle anderen Früchte in kleine Stücke schneiden
  5. Joghurt auf den Boden der Schüsseln geben und mit Couscous bedecken.
  6. Nun könnt ihr die geschnittenen Früchte nach eurem Geschmack auf dem Couscous arrangieren.

Die Schüssel hat wirklich vorzüglich geschmeckt. Dazu kommt, dass ihr bereits mit einer einzigen Mahlzeit alle Farben des Regenbogens gegessen habt.

Bis bald,

eure Sarah

 

Kale Cholula Auflauf mit Kartoffelhaube

Kale Cholula Bake

Wo sind die Auflauf Liebhaber unter euch? Hier seid ihr nämlich genau richtig! Denn heute gibt es einen richtig leckeren und doll gesunden Auflauf mit einem grünen Superheld in der Hauptrolle. Und falls ihr euch jetzt fragt; nein ich habe nicht Hulk in den Ofen geschoben und bei 200 Grad gebacken. Ich spreche von Grünkohl, respektive Kale, wie die Foodies ihn in unseren Breitengraden auch nennen. Das Thema Amerikanisierung der deutschen Sprache lassen wir jetzt mal vorweg und unterhalten uns über eben diesen Kale. Er gehört seit einigen Jahren zu den absoluten Hipster-Gemüsesorten. Was wohl nicht nur an seinem hervorragenden Geschmack liegt, sondern insbesondere an seinen positiven Eigenschaften. Kale hat einen hohen Vitamin C Gehalt, ist reich an Vitamin K und insbesondere an Betacarotin. Der Name Superheld hat er also allemal verdient.

Kale Cholula Auflauf mit Kartoffelhaube

vegan Kale Cholula Bake with Mashed Potatoes

Nun Kale an sich ist ja schon was wunderbares, aber habt ihr schon mal Cholula Hot Sauce mit Kale getestet? Hierbei handelt es sich um eine scharfe mexikanische Chilisauce. Momentan bin ich so verrückt danach, dass ich die überall drüberschmeisse. Und sie eignet sich wirklich wunderbar, um jedes noch so langweilige Gericht aufzupeppen. Vorausgesetzt man mag es scharf. Wie ist das bei euch mögt ihr scharfes Essen oder eher nicht? Wenn ich zurückdenken kann habe ich scharf nie gemocht als Kind und mit dem ganzen Fajita & Taco Boom kam dann die Wende. Plötzlich konnte es nicht scharf genug sein. Chilis? Jalapeños? Her damit! Seit meiner Schwangerschaft reagiere ich zwar wieder etwas sensibler auf Schärfe, aber trotzdem bekomme ich nie genug von Chili & Co.

Ihr seid noch nicht überzeugt diesen Auflauf zu testen? Dann lasst uns über die Kartoffelhaube reden. Ist sie nicht schön? Ich mein jetzt nicht meine Spritzkünste, sondern die Farben. In einem meiner Kochbücher bin ich über die Idee gestolpert einen Auflauf mit Kartoffelpüree zu überbacken. Und da Kartoffelpüree seit Kindheit meine bevorzugte Kartoffel-Zubereitungsart ist, musste dies sogleich getestet werden. Um das ganze farblich ein wenig aufzupeppen, alternierend Süsskartoffel- und Kartoffelpüre auf den Gratin spritzen.

Kale Bake with Hot Cholula Sauce and Mashed Potato

Zutaten (für eine Auflaufform, mittlere Grösse):

  • 100g Kale
  • 2 EL Olivenöl, extra virgine
  • 1/2 TL Cayennepulver
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüss
  • 2 Pastinaken, Bio
  • 250g Sojacreme
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL weisser Pfeffer, gemahlen
  • 3 EL Hot Cholula Sauce
  • 300g violette Süsskartoffeln
  • 400g Kartoffeln, mehligkochend
  • je 50g Margarine für jedes Püree, vegan
  • je 100 bis 150ml Kokosdrink  (ungesüsst) für jedes Püree
  • 1/2 TL Muskatnuss, gemahlen
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • je 1/2 TL Salz für jedes Püree
  • 2 Spritzbeutel
  • 2 Sterntüllen, ihr könnt auch nur je 1 Spritzbeutel und 1 Tülle benutzen, dann müsst ihr einfach zuerst das eine, dann das andere Püree auf den Gratin spritzen

Zubereitung:

  1. Kartoffeln & Süsskartoffeln gründlich abspülen. In zwei separate Pfannen geben, Wasser hinzugiessen & zum Kochen bringen. Zugedeckt köcheln lassen bis du die Kartoffeln mit einer Gabel leicht einstechen kannst (ca. 30 Minuten). Es ist wichtig in separaten Pfannen zu kochen, da die violetten Kartoffeln ansonsten die gewöhnlichen Kartoffeln färben können.
  2. Kale waschen, trockentupfen und in eine Schüssel geben.
  3. Olivenöl, Cayennepulver & edelsüsses Paprikapulver hinzugeben. Alles gut mischen. Der Kale sollte gleichmässig mit Gewürzen & Öl bedeckt sein.
  4. Den Boden der Auflaufform mit Kale bedecken.
  5. Pastinaken abspülen, schälen & in Scheiben schneiden. Die Pastinak-Scheiben über dem Kale verteilen.
  6. Sojacreme, Salz, gepresste Knoblauchzehe, gemahlener weisser Pfeffer & Cholula Sauce in einem Becher vermischen. Über den Auflauf giessen.
  7. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen (Umluft).
  8. Nun sollten bald auch die Kartoffeln fertig sein. Giesse das Kochwasser ab & schäle die Kartoffeln. Anschliessend pürieren. Dazu kannst du ein Passe-vite, einen Kartoffelstampfer oder eine Gabel verwenden. Damit das Püree gut durch den Spritzbeuten geht, ist ein feiner Pürierungsgrad ohne Restklumpen zu empfehlen.
  9. Mische jeweils 50g Margarine unter jedes Püree. Gebe danach schrittweise Kokosdrink hinzu und vermische gut. Sobald dein Püree eine einheitliche cremige, jedoch nicht fliessende Konsistenz hat ist es fertig. Wichtig ist, dass es nicht zu flüssig sein darf. Also lieber weniger Kokosdrink als zu viel! Bei mir haben 100ml für beide Püreesorten gereicht.
  10. Nun füllt ihr euren Stampf in die Spritzbeutel und spritzt abwechselnd gewöhnliches und violettes Püree auf euren Gratin.
  11. Schiebt den Gratin in den Ofen und backt ihn bis sich die Kartoffelhaube leicht zu bräunen beginnt (ca. 40 Minuten). Falls ihr eure Kruste richtig kross und gebräunt mögt backt ihr einfach ein bisschen länger.

Probiert es aus! Sogar die Kohlmuffel unter euch werden den Gratin mögen, davon bin ich überzeugt. Mein Mann und ich haben auf jeden Fall den Inhalt einer ganzen Form auf einmal verputzt.

Bis bald,

eure Sarah

Vegane Schoko-Blaubeeren-Muffins

Blueberry Muffins with Chocolate, vegan

Die zwei beliebtesten Sorten zu einem Muffin vereint. Bei beiden Geschmacksrichtungen handelt es sich um Klassiker und doch findet sich noch kein Rezept dafür auf dem Blog. Allemal Zeit eines zu posten findet ihr nicht? Zum einen weil sich das so gehört, zum anderen sind die Dinger ungblaublich lecker! Und keine Angst, selbst der grösste Backmuffel kriegt die gebacken.                                                                                                       Ihr fragt euch nun sicher, worin sich diese Schoko-Blaubeeren-Muffins von allen anderen unterscheiden. Wie der Titel ja bereits suggerieren mag, sind sie komplett ohne tierische Produkte, also vegan. Und eine kleine weitere Überraschung hab ich noch bereit. Und zwar….. Die Muffins sind ohne jeglichen Raffinadezucker. Zum Süssen habe ich nur natürliche Zuckersorten aus Datteln und Agave verwendet. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich in Sachen veganes Backen und Backen ohne Standartzucker noch ein absoluter Neuling. Man könnte so sagen, ich feiere meine absolute Premiere mit diesen Muffins.

vegane Schoko-Blaubeeren-Muffinsvegan Chocolate Blueberry Muffins with no refined sugar

Alles in allem bin ich schon sehr zufrieden mit dem ersten Ergebnis. Die Muffins schmecken wundervoll nach Schokolade. Das Heidelbeeraroma ist subtil, aber trotzdem präsent, und sie sind schön feucht. Denn nichts ist schlimmer als staubtrockene Muffins! Ich denke da stimmt ihr mir zu?                                                                                                       Was ich an dem Rezept verbessern würde? Geschmacklich und in Sachen Textur, absolut nichts! Ich bevorzuge jedoch XXL-Muffins, weshalb ich sie das nächste Mal, vielleicht grösser machen würde, sprich mehr Teig anrühren würde. Zweitens sind die süssen Schnuckel leider nach dem Öffnen der Backofentüre in sich zusammengefallen wie schlaffe Kartoffelsäcke. Ich würd jetzt mal meinen entweder war der Temperaturschock das Problem – mein Mann öffnet ja immer das Fenster in der Küche 🙂 – oder ich hab zu viel Backpulver verwendet. Naja, geschmacklich ändert sich nichts, ist lediglich ein kleiner Schönheitsfehler.

Zutaten (für 12 Muffins):

  • 85g Margarine, vegan
  • 1EL Agavendicksaft, Bio-Qualität
  • 2 EL Dattelsirup, Bio-Qualität
  • 100g Kakaopulver, Bio-Qualität
  • 150g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 225g Sojajoghurt
  • 100ml Kokosdrink, ungesüsst
  • 100g gefrorene Heidelbeeren, während der Saison sind natürlich frische Heidelbeeren, den gefrorenen vorzuziehen
  • Muffinblech
  • 12 Muffin-Papierförmchen

Zubereitung:

  • Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor (Umluft).
  • Gib alle Zutaten in eine grosse Schüssel und mische bis du eine homogene Masse hast. Nicht zu viel rühren! Sollte prinzipiell auch nicht nötig sein, da alle Zutaten einfach zu mischen sind.
  • Platziere die Papierförmchen in deinem Muffinblech.
  • Verteile deine Schoko-Blaubeeren-Masse gleichmässig auf alle Förmchen.
  • Schiebe das Blech in den Ofen und backe die Muffins auf der mittleren Ebene deines Ofens für 40-45 Minuten.

vegan Chocolate Blueberry Muffins

Kinder, wie auch Erwachsene, werden die Muffins lieben. Dazu kommt, dass sie nicht all zu süss sind, da ja kein Kristallzucker verwendet wurde. Das schlechte Gewissen muss einen also nicht plagen, wenn man davon nascht. Äusserst praktisch ist auch die Tatsache, dass man die Muffins so nebenbei kurz und schnell backen kann. Meine Exemplare habe ich gemacht während ich das Abendessen zubereitet habe. Dies sollten nun genug Anhaltspunkte sein, um euch zu überzeugen, diese kleinen Wonneproppen mal auszuprobieren.

Bis bald,

eure Sarah

 

Zwetschgen Zimt Plundertaschen

Cinnamon Prune Puff Pastry Pockets

Lange ists her, dass ich das letzte Mal ein Dessertrezept online gestellt habe, ebendies gilt auch für diese Zwetschgen Plunderchen. Die wurden nämlich bereits im Herbst gebacken. Aufgrund von Zeitmangel finden sie jedoch erst heute ihren Weg hier auf den Blog. Allgemein bin ich ein grosser Fan von Österreichischen und Deutschen traditionellen Gebäcken und kann nur schwer die Finger davon lassen, wenn ich über eine jener Köstlichkeiten stolpere. Hierzu gehört auch der Deutsche Plunder, welchen ich besonders in Form von, mit Früchten gefüllten, Taschen bevorzuge.                                  Und so kam dann einmal letzten Herbst völlig unerwartet eine Woge der Verlangens nach solchen Plundern über mich. So dass ich die einfach sofort haben musste. Kennt das jemand? Zu meiner Verteidigung ich war dazumal gerade schwanger und da überkommen einen ja die schrägsten Gelüste. Natürlich konnte ich die Dinger in Kürze nicht auftreiben, also entschloss ich mich kurzerhand mit ein wenig Schummelei selber welche zu backen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt wo hier geschummelt wurde oder? Ok es war so…..

Plundertaschen werden nach Tradition, wie der Name ja schon sagt, aus Plunderteig hergestellt. Ja, ich weiss das war jetzt eine unnötige Aussage, aber hier kommts… Plunderteig war ebenfalls nirgends aufzutreiben und meine Person war zu faul den selber zu machen, also musste Blätterteig ran. Ist natürlich absolut nicht dasselbe, aber hey, Plundertaschen hört sich für ein Dessert einfach besser an als Blätterteigtaschen. Die Taschen waren trotz der Schummelei einfach köstlich, weshalb ich nicht missen wollte diese mit euch zu teilen. Weiter passen Zwetschgen und Zimt ja auch wunderbar zur Winterzeit weshalb das verspätete Aufschalten hoffentlich nicht all zu unpassend daher kommt.

Cinnamon & Prunes stuffed Danish Pastry

Zutaten (für 5- 6 Taschen):

  • 270g Plunderteig oder Blätterteig (in meinem Fall)
  • 200g Zwetschgen, frisch oder tiefgekühlt
  • 3-5 EL Wasser
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • 2 EL Zucker (optional), ich hab ihn weggelassen, da mein Mann keinen Zucker mag
  • 1 Ei
  • 2 EL Wasser

Zubereitung:

  1. Die Zwetschgen mit dem Zimt und ein wenig Wasser (3-5 EL) in eine Pfanne geben und zugedeckt bei tiefer Temperatur köcheln lassen bis Zwetschgen schön weich sind.
  2. Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.
  3. Blätterteig zu einem Rechteck auswallen (ca. 5mm dick)
  4. Zwetschgen-Zimt-Masse auf die untere Hälfte des Teiges geben, hierbei unten 2cm Rand freilassen. Oben genug Platz lassen, damit ihr die obere Hälfte umschlagen könnt.
  5. Obere Hälfte über die untere klappen und die Enden gut festdrücken.
  6. Mit einem Messer in gleichmässigen Abständen einschneiden. Die Ränder auslassen, sprich nicht ganz bis aussen einschneiden.
  7. Ein Ei zusammen mit 2 EL Wasser verquirlen und den Teig damit bestreichen
  8. Teig in 5 bis 6 gleich grosse Stücke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für circa 30 bis 40 Minuten im Ofen backen. Überprüft eure Plunder regelmässig. Wenn sie eine gold-braune Farbe annehmen sind sie fertig.

Einfach und soooo unglaublich lecker. Dazu kommt die unglaubliche Anzahl an Möglichkeiten womit man die Plunderchen füllen kann. Spontan kommen mir da noch Mangos, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Aprikosen und Heidelbeeren in den Sinn. Welches wäre euer Favorit?

Bis bald,

eure Sarah