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Einfache vegane Quarkbällchen – fluffig, goldbraun ausgebacken mit einer Prise Jahrmarkt-Glück. Was will man mehr!

Bestimmte Gerüche lösen bei uns etwas aus und ich meine jetzt nicht auf so ne creepy Art wie bei “das Parfüm”. So etwa der Duft von frisch gebackenem Brot, oder gerade aufgebrühtem Kaffee. Oder diese unverwechselbare Duft der über einem Jahrmarkt wabert. Diese Mischung aus Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und frittiertem Teig, unbeschreiblich, unwiderstehlich. Und genau so riechen Quarkbällchen.
Von ihrer Appearance haben wir noch gar nicht gesprochen. Die kann nämlich auch was; aussen goldbraun mit dünnem knusprigen Mantel und innen fluffig weich. Am besten mit dicker Zimt-Zuckerschicht bestreut, die man nur meistert, in dem man die Dinger noch warm im Zucker wälzt.
Eigentlich müsste man sie die kleinen runden Kugeln “Glücksmomente” nennen, denn das sind sie. Daher sind sie dann meistens auch schneller verschlungen als das man auf drei zählen kann. Das ist nun nicht das einzige Problem. Klassische Quarkbällchen sind eigentlich fast immer vegetarisch, denn laut traditionellem Rezept werden Quark, Milch und Eier verwendet. Eine vegane Version der Quarkbällchen – hier in der Schweiz auch Quarkini genannt – gibt es selten. Eine kleine Enttäuschung vor der Bäckervitrine ist daher schon fast vorgesehen für alle, die sich pflanzlich ernähren.
Nun bin ich zwar nicht mehr vegan, aber ich habe trotzdem für euch ein Rezept im petto für vegane Quarkbällchen. Und es funktioniert erstaunlich gut! Problem solved. Zudem gibt es bereits hunderte von nicht veganen Quarkbällchen Rezepten.
Und diese einfache vegane Quarkbällchen Version steht dem Original in nichts nach, innen fluffig, aussen knusprig. Damit wecken sie dieses nostalgische Gefühl von Jahrmarkt und Kindheit, das wir manchmal so sehr suchen. Zudem zeigt dieses Quarkbällchen Rezept, dass veganes Karnevalsgebäck weder kompliziert, noch furztrocken sein muss.

Was sind Quarkbällchen eigentlich?
Worum gehts überhaupt? Ok, klären wir vorerst mal die Begrifflichkeit und werfen einen Blick auf das Gebäck selber, bevor wir über das eigentliche Rezept für Quarkbällchen sprechen.
Quarkbällchen sind ein Fettgebäck. Will heissen, sie werden im Öl “gebädelet” oder frittiert, wie der Gastronom es nennen würde. Der Teig selber kommt ohne Hefe aus, braucht dafür ne gute Ladung Backpulver. Und wie der Name schon suggeriert; Quark.
Bekannt und beliebt sind die kleinen Fettkugeln vor allem im deutschsprachigen Raum, wie der Schweiz oder Deutschland. Man findet sie als “Staple” in vielen Bäckereien, aber auch auf Jahr- oder Weihnachtsmärkten. Besonders häufig sind sie während der fünften Jahreszeit – der Fasnacht/dem Karneval – anzutreffen. Daher gelten sie als beliebtes Karneval Rezept.
Warum du dieses Rezept für Quarkbällchen lieben wirst
Ja, ja eigentlich habe ich keine treffenden Argumente. Weil ganz ehrlich, das Internet ist vollgepackt mit Rezepten. Aber ich kann es ja mal versuchen; meine Quarkbällchen sind einfache Quarkbällchen. oder vielleicht zieht dieses Argument; mein Rezept ist ein gutes Quarkbällchen Rezept. Einige Rezepte sind nämlich ziemlich kompliziert…
Einen habe ich noch; manchmal schmecken vegane Versionen irgendwie “gesund” und ich kann mir nicht vorstellen, dass es unter meinen Lesern Leute gibt, die gerne einen frittierten Teigball hätten, der nach Fitnessstudio schmeckt.
Ok, ich gebs auf! Ich hatte einfach Bock auf frittiertes Gebäck und ihr wart mein Grund welches zu backen.
Diese veganen Quarkbällchen können aber durchaus was:
- sie sind einfach zuzubereiten – mit einer überschaubaren Zutatenliste ohne exotische Zutaten für die du eine halbe Weltreise machen musst
- sie sind schnell zubereitet – ok, jetzt vielleicht nicht gleich so à la spontanes Frühstück mit Quarkbällchen, aber du kannst sie durchaus mal entspannt an einem gemütlichen Sonntagmorgen backen.
- sie sind fluffig – muss ich noch mehr sagen?
- sie erinnern ans Grossi – denn so ein bisschen Nostalgie auf dem Teller kann so viel. Der Duft von warmem Teig, Vanille und Zucker hat etwas Beruhigendes. Einfach himmlisch!

Zutaten – einfach und ohne Schnickschnack
Das Nachmittagstief ist kein Mythos. Es existiert wirklich.Die Basis für einfache vegane Quarkbällchen ist überraschend unkompliziert. Wer hätte es gedacht!
Im Mittelpunkt steht die pflanzliche Quark-Alternative. Und falls du keine findest geht es auch mit pflanzlichem Skyr. Sie sorgt für Feuchtigkeit und diese typische, leicht cremige Konsistenz, die klassische Quarkbällchen auszeichnet.
Dazu kommen die vertrauten Verdächtigen:
- Mehl
- Zucker
- Backpulver
- Vanillin
- eine Prise Salz
- Öl zum Frittieren
Und that`s it. Mehr brauchst du nicht. Die Eier brauchst du nicht speziell zu ersetzten. Obwohl ich bei meiner Recherche auf einige Rezepte gestossen bin, die Aquafaba verwenden, habe ich mich dagegen entschieden und es hat wunderbar geklappt.
Wichtig: Der Teig sollte weich sein, aber nicht flüssig. Eher wie ein dicker Kuchenteig. Denn genau dies entscheidet, ob die Bällchen später fluffig oder kompakt werden. Keine Angst sie schmecken auch kompakt, aber fluffy kann schon ein bisschen mehr.
Und so wird aus einem traditionellen Gebäck ein veganes Karnevalsgebäck. Und ganz ehrlich niemand wird den Unterschied merken.
Zubereitung – oder die Kunst des Frittierens
Also ich und frittieren sind ja bekanntlich auf dem Kriegsfuss. Lässt sich ganz schön an diesem Rezept für vegane Berliner veranschaulichen. Hinter diesem Rezept stecken so viel Schweiss und Misslingen, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Und was ich euch damit sagen möchte, ihr schafft das mit dem Frittieren, wenn ich es geschafft habe!
Trotzdem gibt es ein paar klitzekleine Dinge, die du beim Quarkbällchen Rezept beachten solltest.
- Der Teig wird vorbereitet und dann lässt man ihn kurz ruhen. In der Zwischenzeit kannst du ja das Öl erwärmen. Dadurch verbinden sich die Zutaten besser und das Backpulver kann seine Arbeit beginnen.
- Die Temperatur des Öls ist wichtig! Ist es zu heiss, sind die Bällchen aussen schneller fertig gebacken und innen noch roh. Ist das Öl zu kalt saugen sich die Bällchen mit Öl voll und schmecken dann leider nicht mehr so toll. Am besten verwendest du ein Thermometer und hältst dich an eine Temperatur von 175° Celsius. Falls du keinen Thermometer hast: stecke einen Holzlöffel in das Öl. Bilden sich Blasen ist das Öl ready.
- Den Teig zügig ins Öl gleiten lassen, damit die Bällchen eine schön runde Form bekommen. Ich habe dafür einen Eisportionierer genommen, diesen dann ins Öl getaucht und gleichzeitig zusammengedrückt, dass sich der Teigball sofort löst.
- Bitte warm im Zucker wälzen. Quarkbällchen werden traditionell in Zucker gewälzt. Damit dieser gut haftet, musst du die Bällchen noch warm in den Zucker tauchen. Falls du – aus einem mir unverständlichen Grund – Puderzucker verwendest, dann gilt das Gegenteil. Erst bestäuben, wenn die Bällchen ausgekühlt sind.

Tipps für perfekte vegane Quarkbällchen
Selbst ein einfaches Quarkbällchen Rezept profitiert von ein paar kleinen Tricks. Auch wenn diese Tricks oft nur darüber entscheiden, ob das Ergebnis “lecker” oder “bombastisch” wird.
Die richtige Öltemperatur
Darüber haben wir bereits im Abschnitt oberhalb gesprochen und du findest meine Tipps dazu dort.
Nicht zu viel Teig
Besser kleinere Portionen machen. Klar sehen die grösseren Bällchen richtig cool aus. Die Gefahr ist dann aber auch grösser, dass sie innen nicht durch sind.
Teig nicht übermischen
Bitte um Himmels Willen nicht viel rühren. Veganer Teig geht oft kaputt, wenn man zu viel rührt. Der Teig wird zäh und geht nicht gut auf.
Teig sanft, aber zügig ins Öl gleiten lassen
Tipps dazu findest du bereits im oberen Abschnitt.
Noch warm in Zucker wälzen
Das ist kein optionaler Schritt. Wieso habe ich bereits im oberen Abschnitt aufgeführt.

Varianten und Alternativen
Einer der schönsten Aspekte von Quarkbällchen ist ihre Vielseitigkeit.
Das Grundrezept bleibt gleich, aber kleine Veränderungen können völlig neue Geschmacksrichtungen schaffen.
Zimt-Zucker
Der Klassiker. Ein bisschen Zimt im Zucker verwandelt die Bällchen in eine winterliche Version.
Puderzucker
Leicht, elegant und perfekt für einen gemütlichen Brunch.
Gefüllt mit Marmelade
Eine kleine Überraschung im Inneren. Besonders gut funktionieren Himbeer- oder Aprikosenmarmelade.
Schoko-Version
Ein paar vegane Schokostückchen im Teig machen aus einfachen Quarkbällchen ein Dessert.
Gerade beim Backen für Karneval lohnt es sich, mehrere Varianten auf einmal zu machen. Ein Teller mit verschiedenen Sorten sieht nicht nur hübsch aus, sondern verschwindet auch deutlich schneller.

FAQ – häufige Fragen zu veganen Quarkbällchen
Werden vegane Quarkbällchen genauso fluffig wie klassische?
Ja, wenn die Konsistenz des Teigs stimmt. Eine gute pflanzliche Quarkalternative sorgt für genügend Feuchtigkeit und Struktur.
Kann ich Quarkbällchen im Ofen backen statt frittieren?
Nein, leider nicht. Der Teig ist viel zu flüssig, um ihn im Ofen backen zu können.
Kann man den Teig vorbereiten?
Am besten frisch zubereiten. Backpulver reagiert relativ schnell, daher sollten die Bällchen bald nach dem Anrühren ins Öl.
Welches Öl eignet sich am besten?
Neutrale Öle mit hoher Hitzebeständigkeit, zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
Wie lange bleiben Quarkbällchen frisch?
Am besten schmecken sie tatsächlich am selben Tag. Warm sind sie unschlagbar. Luftdicht verpackt halten sie sich ca. 3 Tage.
Kann ich die Bällchen einfrieren?
Ja, das funktioniert. Beim Aufwärmen im Ofen werden sie wieder etwas knuspriger.

Fazit – kleines Gebäck, großes Glück
Manchmal sind es die einfachen Dinge, die am meisten Freude machen.
Ein Teller warmer veganer Quarkbällchen, eine Tasse Kaffee und ein ruhiger Morgen können erstaunlich viel bewirken. Besonders dann, wenn draußen noch alles still ist und die Küche nach Vanille, Zucker und warmem Teig duftet.
Dieses Quarkbällchen Rezept zeigt, dass traditionelles Gebäck auch pflanzlich wunderbar funktioniert.
Einfache vegane Quarkbällchen sind:
- unkompliziert
- schnell gemacht
- innen fluffig
- außen goldbraun
Perfekt für einen gemütlichen Sonntag, ein spontanes Frühstück oder als süßes Highlight beim Backen für Karneval.
Und ganz ehrlich: Wenn man einmal merkt, wie gut veganes Karnevalsgebäck schmecken kann, fragt man sich irgendwann, warum man es nicht schon viel früher ausprobiert hat.
Jetzt bist du dran! ☕️🍫
Wenn du Lust auf warme, süße Quarkbällchen bekommen hast, dann probiere das Rezept unbedingt aus.
Vielleicht wird daraus dein neues Lieblings-Karneval Rezept. Oder einfach dein kleines Wochenendritual.
Wenn du sie nachbackst:
- hinterlasse gern einen Kommentar
- erzähle mir, wie sie dir gelungen sind
- teile dein Bild auf Instagram
Und wenn du noch mehr vegane Klassiker suchst, die genauso gut funktionieren, dann schau dir unbedingt auch meine veganen Berliner an.
Manchmal beginnt ein guter Tag eben mit Kaffee. Und manchmal mit einem Teller voller Quarkbällchen.
Mahlzeit!
Wenn du diese Quarkbällchen ausprobierst, lasse mir bitte eine Sternchen-Bewertung und einen Kommentar da! Das würde mir sehr helfen, damit ich weiterhin kostenlose Rezepte kreieren und mit euch teilen kann!
Vielleicht möchtest du sogar ein Foto von Kreation machen und es auf Instagram oder Facebook teilen. Dann markiere mich bitte mit @velvetandvinegar und verwende den Hashtag #velvetandvinegar, denn ich leibe es eure Kreationen zu sehen!

Persönliche Buchempfehlung zum Rezept
Persönliche Empfehlung, kein gesponserter Content.
Einfache Vegane Quarkbällchen



Zubehör
- 1 Eisportionierer
- 1 Kochtopf
- 1 Kochthermometer optional
- 1 Schaumkelle
Zutaten
- 500 ml Sonnenblumenöl*
- 220 g Weissmehl
- 30 g Maisstärke*
- 1 Prise Salz
- 1 Packung Backpulver ca. 15g
- 90 g weisser Zucker
- 1 Packung Vanillin ca. 8g
- 1 Prise Kardamom*
- 200 g veganer Skyr oder veganer Quark
- 50 g Mineralwasser*
- 50 g Sojamilch
- 100 g Zucker für den Zuckermantel
- 1 TL gemahlener Zimt
Anleitungen
- Ein Topf ca. 5cm mit Sonnenblumenöl füllen und auf 175° Celsius erwärmen.*
- Mehl, Stärke, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben.
- Zucker, Vanillin beigeben.
- Skyr und Mineralwasser beigeben.
- Teig kurz vermengen bis alles homogen ist. Nicht zu lange rühren.* Den Teig kurz (ca. 5 Minuten) ruhen lassen.
- Sobald das Öl warm genug ist, mit einem Eisportionierer Kugeln abtrennen und diese vorsichtig in das heisse Öl geben. 2 Minuten frittieren, danach drehen und nochmals 1-2 Minuten frittieren. Die Bällchen sollten schön gleichmässig goldbraun sein auf allen Seiten.*
- Bällchen mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem mit Küchenpapier belegtem Teller das überschüssige Fett auffangen.
- Schritt 6 und 7 wiederholen bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
- Zucker und gemahlener Zimt in einem flachen Teller vermengen. Die noch warmen Quarkbällchen darin wälzen.
Notizen
Nährwerte
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